Messfehler beim PoliScan Speed

Lasermessungen mit dem Poliscan Speed können Messfehler aufweisen, wenn der Auswerterahmen auf dem FOto in der Ermittlungsakte nicht richtig positioniert ist. Anhand der Emittlungsakte kann überprüft werden, ob ein Fehler vorliegt.

Bei der Geschwindigkeitsmessung mit dem PoliScan-Speed-Verfahren handelt es sich um ein auf der Basis einer Laserpuls-Laufzeitmessung arbeitendes Messverfahren. Das Messgerät ist von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zugelassen. Es stellt ein standardisiertes Messverfahren im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes dar. Für sogenannte standardisierte Meßverfahren statuiert der Bundesgerichtshof vereinfachte Begründungsanforderungen an das Bußgeldurteil.


Gleichwohl wird das Messverfahren mit dem PoliScan Speed vielerorts kritisch gesehen. In Aufsätzen und Gutachten wird insbesondere als Fehlerquelle problematisiert, dass das Messfoto erst ca. 50 m hinter der Messstelle entsteht und Unklarheiten bei zwischenzeitlichem Abbremsen auftreten können.


Um dies auszuschließen, ist auf der in der Ermittlungsakte befindlichen Fotoaufnahme stets ein (zur Messung gehörender) Auswertrahmen zu sehen. Diese Fotoaufnahme ist genauestens zu untersuchen Messfehler beim Poliscan Speed aufgrund falscher Messwertzuordnung können nur dann ausgeschlossen werden,



  • wenn sich keine weiteren Fahrzeuge innerhalb des Auswerterahmens auf dem Messfoto befinden,

  • wenn die Vorderreifen des gemessenen Fahrzeugs oberhalb des unteren Rahmenteils befinden und

  • wenn nicht das Kennzeichen und mindestens ein Vorderrad innerhalb des Auswerterahmens befinden.


Für eine Überprüfung der Messung mit dem PoliscanSpeed ist jedenfalls die Einsicht in die Bußgeldakte erforderlich. Dieses Akteneinsichtsrecht hat indes nur ein Rechtsanwalt.

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- Lingen
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