Facebooknutzer aufgepasst: Auch das von Fremden hochgeladene Bildmaterial auf der eigenen Pinnwand kann zu einer Abmahnung führen!

Nun werden Facebooknutzer auch für Bildmaterial beansprucht, welches sie gar nicht selbst auf ihre Seite hochgeladen haben. Die Missbrauchsgefahr dieser neuen Abmahnquelle ist immens.

Facebooknutzer aufgepasst: Auch das von Fremden hochgeladene Bildmaterial auf der eigenen Pinnwand kann zu einer Abmahnung führen!


Vor einigen Tagen wurde ein Lichtbild, das von einer anderen Person auf die Facebook-Pinnwand des Betroffenen hochgeladen wurde, gegenüber dem Betroffenen abgemahnt. Inhalt der Abmahnung ist, neben der strafbewehrten Unterlassungserklärung, die Zahlung von Schadenersatz.


Dieses Vorgehensweise ist neu: Bislang wurden Facebooknutzer nur für selbst widerrechtlich hochgeladenes Bildmaterial abgemahnt. Denn das ungefragte Posten von urheberrechtlich-geschützen Bildmaterial auf der Pinnwand ist strafbar.


Auf Bildern und Videos liegen Urheberrechte. Sie ungefragt aus dem Internet zu kopieren und auf die Facebookseite zu posten ist nicht erlaubt. Der Urheber darf selbst entscheiden, wer sein Bild oder Video veröffentlicht.


Nun werden Facebooknutzer auch für Bildmaterial beansprucht, welches sie gar nicht selbst auf ihre Seite hochgeladen haben. Die Missbrauchsgefahr dieser neuen Abmahnquelle ist immens. Denn urheberrechtlich-geschütztes Bildmaterial ist schnell auf verschiedenen Facebook-Pinnwänden gepostet und damit abmahnfähig.


Facebooknutzer müssen heute mehr aufpassen, denn je!



  • Laden sie kein Bildmaterial oder Videos aus dem Internet auf ihre Facebook-Pinnwand hoch, sofern es nicht ausdrücklich vom Urheber erlaubt ist.

  • Wenn sie sich nicht sicher sind, ob ein Bild geschützt ist verwenden sie es nicht.

  • Kontrollieren sie die Bilder, die auf ihrer Seite gepostet werden.

  •  Löschen sie fremde hochgeladene Bilder und Videos bei einem Verdacht auf eine Urheberrechtsverletzung umgehend.


Sollten sie bereits eine Abmahnung erhalten haben rate ich Ihnen folgendes:
Unterzeichnen Sie diese Unterlassungserklärung keinesfalls ungeprüft. Sie erklären andernfalls, dass Sie



  •  für die Urheberrechtsverletzung verantwortlich sind

  • und verpflichten sich für die Dauer von 30 Jahren

  •  zur Zahlung einer Vertragsstrafe in noch unbestimmter Höhe

  • und zur Erstattung der vollständigen Anwaltskosten.


Diese Verpflichtung gilt dann auch, wenn Sie selbst eine Urheberrechtsverletzung nicht verübt haben, sondern lediglich Vertragsinhaber des Anschlusses sind. Der Text der Unterlassungserklärung sollte verändert werden (modifizierte Unterlassungserklärung). Das ist grundsätzlich möglich. Sie werden darauf aber durch die abmahnende Kanzlei in der Regel nicht hingewiesen. Sie brauchen sich nur zu dem zu verpflichten, was Ihnen auch tatsächlich vorgeworfen werden kann. Die darüber hinaus geforderten Anwaltskosten und etwaige Schadenersatzansprüche sind durchaus verhandelbar.


Sollten Sie eine Abmahnung erhalten haben, können Sie sich gerne mit mir
telefonisch (0431 / 30 53 719),
per Fax (0431 / 30 53 718)
oder per email (contact@ra-herrle.de) in Verbindung setzen.
Ein Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Sie erreichen mich auch unter meiner FILESHARING-HOTLINE (BEI ABMAHNUNGEN): 0431 / 591 90 90.

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Autor

- Kiel
Fachanwalt für Strafrecht
Harmsstr 86
24114 Kiel
Telefon: 0431 3053719
http://www.ra-herrle.de

Rechtsanwalt Carsten Herrle - Kiel

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