Arbeitsrecht: Kündigungsgrund Ehemann?- Haftung unter Eheleuten

Das Landesarbeitsgericht Berlin (Urteil v. 05.04.2013, 10 Sa 2339/12) sah die Kündigung einer Arbeitnehmerin wegen der beleidigenden und bedrohenden Äußerungen ihres Ehemanns (er wolle ihr "eins auf die Fresse geben...") gegenüber der Arbeitgeberin als unwirksam an.

Im Zuge der Entscheidung zur Haftung unter Eheleuten als Störer bei illegalem Filesharing  nun eine schöne Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin aus dem Arbeitsrecht, die sich ebenfalls mit der Haftung unter oder für den Ehegatten beschäftigt.

Das Landesarbeitsgericht Berlin (Urteil v. 05.04.2013, 10 Sa 2339/12) sah die Kündigung einer Arbeitnehmerin wegen der beleidigenden und bedrohenden Äußerungen ihres Ehemanns (er wolle ihr "eins auf die Fresse geben...") gegenüber der Arbeitgeberin als unwirksam an.

Das Gericht führte aus, dass es an einem schuldhaften Handeln, d.h. an einer Pflichtverletzung, der Arbeitnehmerin/Ehefrau fehle und zudem der verhaltensbedingten Kündigung eine Abmahnung hätte vorausgehen müssen.
Diese Abmahnung war nicht entbehrlich, denn es gäbe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Arbeitnehmerin nicht in Zukunft dafür Sorge getragen hätte, dass ihr Ehemann derartige Äußerungen unterlässt.


 

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